Der FC Basel hat seinen Stürmer und dritten Mannschaftskapitän Albian Ajeti am vergangenen Dienstag an den aktuellen Tabellenführer FC Lugano ausgeliehen. Der 29-jährige Schweizer verlässt den Verein bis zum Ende der Saison, wobei die Tessiner eine Kaufoption für den Angreifer vereinbart haben, wie der FC Basel in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab. Die Nachricht wurde zuerst vom Nachrichtenportal bz Basel berichtet.
Ajeti kehrte 2024 nach Stationen bei West Ham United, Celtic Glasgow und in der Türkei zum FC Basel zurück. In seiner ersten Saison nach der Rückkehr absolvierte er 36 Partien und steuerte 21 Torbeteiligungen bei. Diese starken Leistungen führten zu einer Vertragsverlängerung bis 2028. Seit dieser Verlängerung kam der Angreifer jedoch nur noch auf 47 Einsätze, in denen er fünf Tore erzielte und zwei vorbereitete.
Warum verlässt Ajeti den FC Basel?
Die sportliche Perspektive für Albian Ajeti beim FC Basel war zuletzt begrenzt. Im Sturmzentrum stehen mit Zan Celar und Giacomo Koloto zwei Spieler vor ihm in der Hierarchie. Trotz seiner Ernennung zum dritten Mannschaftskapitän durch Trainer Stephan Lichtsteiner vor der aktuellen Saison und seiner Führungsrolle beim Testspiel gegen den FC Barcelona fand er nicht genügend Spielzeit. Valentin Stocker, der sportliche Leiter der ersten Mannschaft, kommentierte den Wechsel in einer Vereinsmitteilung. "Aufgrund der aktuell begrenzten sportlichen Perspektive haben wir gemeinsam mit Albian aber entschieden, dass eine Leihe für beide Seiten derzeit am meisten Sinn ergibt", sagte Stocker.
Der FC Basel steht derzeit mit 10 Punkten aus fünf Spielen auf dem dritten Platz in der Super League. Die Bilanz zeigt drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Die Mannschaft hat in dieser Saison bereits 10 Tore erzielt und 7 kassiert, was einer Differenz von +3 entspricht. Im Titelrennen liegen sie nur zwei Punkte hinter dem neuen Verein von Ajeti, dem FC Lugano. Den nächsten Ligaeinsatz hat der FC Basel am 20. September daheim gegen den FC St. Gallen, der aktuell Vierter ist. Die kommenden Partien sind auf unserer Fixtures-Seite einsehbar.
Was bedeutet der Wechsel für den FC Lugano?
Für den FC Lugano stellt die Verpflichtung von Albian Ajeti eine gezielte Verstärkung im Sturmzentrum dar. Sportdirektor Sebastian Pelzer hatte zuvor einen neuen Stürmer angekündigt. Der Ligaführende holt sich mit dem erfahrenen Schweizer Nationalspieler einen Spieler, der die Schweizer Liga sehr gut kennt und in der Vergangenheit Torgefahr bewiesen hat. Die Leihe mit Kaufoption gibt beiden Seiten die Möglichkeit, die Zusammenarbeit bis zum Saisonende zu evaluieren, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Der direkte Duell zwischen den beiden Klubs steht bereits am kommenden Sonntag auf dem Programm.
Wie reagierte der FC Basel auf den Abgang?
Valentin Stocker betonte in seiner Stellungnahme auch die emotionale Komponente des Transfers. "Es versteht sich von selbst, dass es für uns nie ein schöner Moment ist, wenn uns ein einheimischer Spieler verlässt", so der sportliche Leiter. Ajeti ist nicht der einzige Abgang in der jüngeren Vergangenheit. Kürzlich verließ auch Andrin Hunziker den Verein. Der Wechsel von Ajeti wurde noch innerhalb der Transferfrist für nationale Transfers in der Schweiz abgewickelt, die bis zum darauffolgenden Dienstag geöffnet war. Die aktuelle Zusammensetzung des Kaders kann auf unserer Squad-Übersicht verfolgt werden.
Die Mannschaft von Stephan Lichtsteiner muss nun die verbleibenden Wochen bis zur Winterpause ohne Ajeti bestreiten. Die nächste Herausforderung ist das Heimspiel gegen St. Gallen am 20. September 2026. Die aktuelle Tabellensituation und die detaillierten Statistiken der Super League sind auf unserer Standings-Seite verfügbar.
