FC Basel empfängt heute den FC Zürich im St. Jakob-Park. Das Meisterschaftsspiel findet trotz Corona-Fällen bei den Zürchern statt. Die Geschäftsleitung der Swiss Football League hat gestern entschieden, die Meisterschaft fortzusetzen. Das heißt: Das Meisterschaftsspiel zwischen Gastgeber FC Basel und FC Zürich findet wie geplant ab 20.30 Uhr im St. Jakob-Park statt. Von Uli Nodler. Nachdem am vergangenen Freitag beim FC Zürich zunächst nur der Spieler Mirlind Kryeziu positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, erhöhte sich die Zahl der infizierten Spieler und Offiziellen mittlerweile auf zehn. Der FC Zürich hat sich ebenfalls dazu entschlossen, die Partie des 31. Spieltags beim FC Basel auszutragen, um einen drohenden Meisterschaftsabbruch zu verhindern und den ohnehin schon äußerst eng getakteten Spielplan nicht zusätzlich zu strapazieren. FC Zürich tritt mit seinem U21-Team an. Dennoch findet heute im St. Jakob-Park eine ungewöhnliche Meisterschaftspartie statt. Weil sich die gesamte erste Mannschaft des FCZ und dessen Stabs wegen Fällen von Covid-19 in Quarantäne befinden, werden die Zürcher mit ihrer U21-Mannschaft aus der Promotion League zur Partie gegen den FCB antreten. Gecoacht werden die Gäste dabei vom Trainer ihres ältesten Nachwuchsteams Marinko Jurendic. Der FCB seinerseits muss für diese Partie lediglich auf den gesperrten Afimico Pululu und den verletzten Luca Zuffi verzichten sowie möglicherweise auf die angeschlagenen Blas Riveros und Raoul Petretta. Gerade auch, weil es ein Spiel unter ungewohnten Voraussetzungen geben wird, nimmt man es beim FCB ganz bestimmt nicht auf die leichte Schulter. Dazu Marcel Koller: „Es ist selbstverständlich, dass wir dieses Spiel mit dem gleichen Respekt und derselben Seriosität angehen werden, wie wenn die erste Mannschaft des FCZ kommen würde. Wir möchten den Schwung und den Fokus aus dem YB-Spiel unbedingt mitnehmen und da spielt es keine Rolle, gegen welche Mannschaft wir morgen antreten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die drei Punkte im Joggeli behalten!“ Die Botschaft ist klar: Bei Rotblau will man alles dafür tun, den hart erkämpften Sieg gegen den BSC Young Boys vom Samstag zu bestätigen - egal wer beim Gegner auf dem Platz steht. Die Vorteile liegen augenscheinlich bei Rotblau, kann der FCB doch mit einem Team antreten, dass sich den Rhythmus der obersten Schweizer Spielklasse gewohnt ist. Zudem befindet sich die U21 des FCZ in der Vorbereitung auf eine Saison, die erst in rund einem Monat beginnen wird. Der FC Basel will den Sieg also mit aller Macht verteidigen. Und das nicht nur, weil der FCB auf heimischem Boden spielt, sondern auch, weil die Mannschaft von Marcel Koller in den letzten Spielen eine gute Form gezeigt hat. Der FCB hat also alle Chancen, den Sieg zu holen und die drei Punkte zu behalten. Aber der FC Zürich wird sicherlich nicht ohne Kampf aufgeben. Die Zürcher werden alles geben, um den Sieg zu erringen und ihre Chancen auf den Klassenerhalt zu verbessern. Es wird also ein spannendes Spiel werden, das von beiden Seiten mit viel Leidenschaft und Engagement geführt wird.