Der FC Basel startete durchaus druckvoll und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Bereits nach fünf Minuten verpasste Neuzugang Zan Celar mit einem gut getretenen Freistoss aus gut 30 Metern die Führung nur knapp. Trotz viel Ballbesitz fehlte den Baslern im letzten Drittel die Präzision. So ging eine ereignisarme erste Halbzeit ohne einen einzigen Abschluss aufs Tor beider Teams zu Ende.

Nach dem Seitenwechsel wurden beide Teams mutiger und kamen häufiger in den Strafraum, ohne daraus Kapital zu schlagen. Die beste Möglichkeit vergab Lausanne Omar Janneh, dessen Abschluss von Akpe Victory geblockt wurde. Erst in der 73. Minute sorgte Celar mit einem Kopfball für den ersten offiziellen Torschuss der Partie.

Nachdem es lange nicht danach aussah, als würde noch etwas passieren, schlug Lausanne eiskalt zu. Der eingewechselte Florent Mollet erzielte in der 90. Minute mit dem allerersten Schuss aufs Tor des Heimteams den Bilderbuch-Siegtreffer in den Winkel - und traf damit mitten ins rotblaue Herz.

Lange blieb Metinho nach einem Zweikampf in der zweiten Hälfte liegen. Bereits während der Partie hielt er sich die Hand mit schmerzverzerrtem Gesicht, spielte jedoch noch zu Ende. Erst nach dem Schlusspfiff wurde bekannt: Die Hand des kongolesisch-brasilianischen Mittelfeldspielers ist gebrochen.

In einer insgesamt schwachen Partie hinterliessen Akpe Victory und Keigo Tsunemoto den solidesten Eindruck. Beide überzeugten vor allem mit ihrer Defensivarbeit und gehörten zu den wenigen Baslern, die konstant eine gute Leistung zeigten.

Flavius Daniliuc (FC Basel): «Gefühlt war das Lausannes erster Torschuss. Wenn du deine Chancen vorn nicht nutzt, wirst du hinten bestraft. Lausanne hat die Räume gut zugemacht, deshalb war es schwierig, Lücken zu finden. Dass dann so ein Schuss zum Tor führt, ist schwer zu akzeptieren. Bei meiner Chance am Schluss war ich etwas überrascht. Im Training mache ich den neun von zehn Mal.»

Jonas Omlin (FC Basel): «Als Verlierer vom Platz zu gehen, ist immer frustrierend. Lausanne hatte praktisch nur eine Chance und hat sie genutzt - aus Sicht eines Torhüters ist das besonders bitter. Hätten wir die Situation vorher besser geklärt, wäre es gar nicht so weit gekommen. Wenn wir uns künftig mehr klare Chancen erspielen, werden wir solche Spiele wieder gewinnen. Trotzdem freute ich mich heute sehr, wieder auf dem Platz gestanden zu sein.»

Stephan Lichtsteiner (Trainer FC Basel): «Lausanne hat gut verteidigt und auf seine Chancen gewartet. Wir haben viel versucht und grossen Aufwand betrieben, hatten zwei, drei grosse Möglichkeiten, bei denen wir unglücklich waren. Uns fehlen sicherlich noch gewisse Automatismen, zudem hatten wir zu viele Ballverluste. Das Gegentor war sehr unglücklich, aber solche Situationen gibt es im Fussball. Es ist sehr frustrierend.»

Luka Elsner (Trainer Lausanne): «Mit unserer Mentalität haben wir uns den Sieg verdient, auch wenn wir im Spiel etwas mehr leiden mussten als der Gegner. Wir sind sehr zufrieden, können aber mit dem Ball noch viel besser werden.»

Die Tabelle: