FC Basel hat das Sommer-Transferfenster ohne die angekündigte Verpflichtung eines zweiten Stürmers abgeschlossen. Technischer Direktor Andreas Herrmann erklärte am Mittwoch im Klub-Podcast 'Achzädreyenünzig', dass ein bereits ausgehandelter Transfer in letzter Minute scheiterte.

"Wir hatten eigentlich schon ein komplettes Agreement", sagte Herrmann. Der Deal sei jedoch geplatzt, nachdem sich die Verletzungssituation beim Verkäuferklub verändert habe. Der Spieler, den man im Visier hatte, wurde daraufhin für unverkäuflich erklärt, weil sein Verein auf ihn angewiesen war. Daraufhin habe man sich entschieden, den bestehenden Kader zu belassen und nicht mehr aktiv nach einem Ersatz zu suchen. Herrmann betonte, dass man nicht bereit war, einen Spieler nur der Vollständigkeit halber zu verpflichten, wenn er nicht die gewünschte sportliche Qualität mitbringt.

Vertrauen in Koloto

Herrmann betonte, man wolle dem 18-jährigen Giacomo Koloto Spielzeit garantieren. "Ohne sämtliche Bedenken können wir Giacomo reinwerfen", so der Technikchef. Der Klub habe volles Vertrauen in den Nachwuchsstürmer, selbst für den Fall einer Verletzung von Topscorer Zan Celar. Der 27-jährige Slowene hat in dieser Saison bereits fünf Tore in acht Einsätzen erzielt und führt die interne Torjägerliste an. Eine weitere Verpflichtung hätte nach Hermanns Worten "etwas Außergewöhnliches" erfordert, also einen Spieler, der klar besser ist als die vorhandenen Optionen. Diesen habe man auf dem Markt nicht gefunden.

Als Alternative im Sturmzentrum sieht man auch Philip Otele, der gegen Luzern ein Tor erzielte. Der Nigerianer kann sowohl auf den Flügeln als auch in der Spitze eingesetzt werden. Die Mannschaft steht nach acht Spieltagen mit 13 Punkten auf Platz vier der Super League und will am Sonntag (16.30 Uhr) im Joggeli gegen den FC St. Gallen den zweiten Sieg in Folge einfahren. Die aktuelle Form zeigt mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen aus den letzten fünf Partien eine positive Tendenz. Trainer Fabio Celestini zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Kaderzusammensetzung.

Auch Linksverteidiger-Frage geklärt

Neben der Stürmer-Debatte ging Herrmann auch auf die Suche nach einem Linksverteidiger ein. Fans hatten sich einen Rückkehrer mit Basel-Vergangenheit gewünscht. Dieser hätte jedoch die klare Nummer eins erwartet, sagte Herrmann. Stattdessen setzt der Klub auf die Neuverpflichtung Coleen Louis als erste Wahl und auf Clément Michelin als vielseitigen Außenverteidiger für beide Seiten. Herrmann verwies darauf, dass man mit dieser Lösung sehr zufrieden sei und die Position damit gut besetzt habe. Man habe bewusst auf eine kurzfristige Notlösung verzichtet.

Der Fokus liegt nun voll auf dem sportlichen Betrieb. Nach dem 4:2-Auswärtssieg in Luzern soll der Anschluss an die Spitzengruppe der Liga gehalten werden. Die komplette Planung für die kommenden Wochen findet sich auf der Spielplan-Seite. Das nächste Heimspiel gegen St. Gallen bietet die Chance, die Bilanz auf vier Siege aus neun Spielen zu verbessern. Herrmann schloss mit der Aussage, dass das Transferkomitee die Arbeit am Winterfenster bereits vorbereite, man sich aber zunächst auf die Leistungen der aktuellen Mannschaft konzentriere.

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