FC Basel und der BSC Young Boys beherrschen seit Jahren den Transfermarkt der Schweizer Super League. Eine Auswertung der Ablösesummen zeigt, dass die beiden Klubs in den letzten zehn Spielzeiten jeweils fünfmal den teuersten Abgang der Liga stellten.

Die zehn wertvollsten Transfers seit der Saison 2017/18 haben fast 150 Millionen Euro eingebracht. Spieler von FC Basel und Young Boys wechselten in die Premier League, Bundesliga, Serie A und LaLiga.

In der laufenden Saison 2026/27 führte Jaouen Hadjam die Liste an. Der 23-jährige Young Boys-Verteidiger wechselte für eine Gesamtsumme von rund 13 Millionen Euro zum englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion. Die Ablöse umfasst etwa 2 Millionen Euro an Bonuszahlungen. Hadjam unterschrieb einen Vertrag bis 2031. Er war Anfang 2024 vom FC Nantes zu YB gekommen.

In der Vorsaison 2025/26 war Zachary Athekame der Rekordtransfer. Young Boys erhielt 10 Millionen Euro von AC Mailand. Der Italiener verpflichtete den Spieler bis 2029 und verlieh ihn später an Olympique Lyon. YB hatte Athekame 2024 von Neuchatel Xamax geholt und sicherte sich einen Weiterverkaufsanteil.

FC Basel dominierte den Transfermarkt zu Beginn des betrachteten Zeitraums mit Ablösen von über 20 Millionen Euro. In der Saison 2024/25 verließ Thierno Barry den Club für insgesamt 20 Millionen Euro. Der Stürmer wechselte im August 2024 nach nur etwas mehr als einem Jahr zunächst zu Villarreal CF für etwa 13 Millionen Euro. Später brachte ein Wechsel zu Everton weitere 7 Millionen ein. Für Basel hatte Barry in 41 Pflichtspielen 20 Tore erzielt und fünf Vorlagen gegeben.

Ein besonders lukratives Geschäft gelang Basel mit Riccardo Calafiori. Der Abwehrspieler verließ den Club 2023 für eine anfängliche Ablöse von rund 4 Millionen Euro in Richtung Bologna. Basel hatte sich einen bedeutenden Weiterverkaufsanteil gesichert. Als Calafiori 2024 für über 50 Millionen Euro zu Arsenal FC wechselte, floss ein großer Teil dieser Summe nach Basel zurück.

Die Fähigkeit, Talente zu entwickeln und gewinnbringend zu verkaufen, bleibt ein wichtiger Baustein für den Erfolg. FC Basel startete stark in die Super-League-Saison 2026/27 und liegt nach vier Spieltagen mit neun Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Das Team gewann drei Spiele und verlor eines, die Torbilanz steht bei 7:4. Damit liegt man nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer BSC Young Boys.

Topscorer Žan Celar traf in seinen vier Einsätzen bereits dreimal. Die aktuelle Form zeigt die Serie WWLW. Der nächste Prüfstein wartet am 20. September mit dem Heimspiel gegen den direkten Verfolger FC St. Gallen, der aktuell Vierter ist. Die komplette Terminübersicht findet sich auf unserer fixtures Seite.

Die regelmäßigen Rekordtransfers belegen die hohe Qualität der Nachwuchsarbeit und Scouting-Netzwerke beider Schweizer Topclubs. Sie agieren als zuverlässige Talenteschmieden für die großen europäischen Ligen. Dieser Ruf hilft bei der Anwerbung junger Spieler, die den Schritt in eine Top-Liga anstreben.

Die finanzielle Stärke aus diesen Transfers ermöglicht es den Clubs, im Wettbewerb um die nationale Meisterschaft mitzuhalten. Die aktuelle Tabellensituation ist auf unserer standings Seite einsehbar. Für FC Basel geht es nun darum, die positive Frühform in der Liga zu bestätigen und die Lücke zum Spitzenreiter zu schließen.