Thorsten Fink, der frühere Trainer des FC Basel, ist am Montag von seinem Amt beim türkischen Erstligisten Samsunspor entlassen worden. Die Entscheidung folgte auf eine 0:3-Niederlage im Derby gegen Trabzonspor, die bereits die fünfte Niederlage in Serie bedeutete.

Der 58-Jährige hatte den Klub erst im Februar übernommen. In seiner Amtszeit von 25 Spielen holte er im Schnitt 1,48 Punkte pro Partie. Zuletzt rutschte die Mannschaft mit nur vier Punkten aus sieben Saisonspielen auf den 16. Platz der Süper Lig ab und befindet sich in der Abstiegszone. In einer offiziellen Erklärung dankte der Verein Fink für seinen Einsatz und seine Professionalität. "Wir danken Thorsten Fink für seinen Einsatz für Samsunspor, für die von ihm übernommene Verantwortung und die Professionalität, die er während seiner Amtszeit an den Tag gelegt hat", hieß es. Ein Nachfolger wurde noch nicht benannt.

Fink glaubte an Wende

Nach der klaren Derby-Niederlage hatte Fink selbst noch an eine Kehrtwende geglaubt. "Ich bin ein Kämpfer", sagte der Deutsche. "Ich habe immer versucht, das Team nach vorne zu bringen. Wir haben in der Liga nicht die Punkte geholt, die wir holen wollten." Unter seiner Leitung hatte Samsunspor immerhin das Viertelfinale der Conference League erreicht, doch die aktuelle Talfahrt in der Liga ließ dem Klub keine andere Wahl. Sein Vorgänger bei Samsunspor, Thomas Reis, stand zur selben Zeit bereits auf der Bank des Gegners Trabzonspor.

Fink ist vor allem FCB-Fans als erfolgreicher Trainer in Erinnerung. Zwischen 2009 und 2011 führte er Basel zu zwei Meistertiteln und einem Cupsieg. Seine anschließenden Stationen führten ihn unter anderem zum Hamburger SV, zu Austria Wien und zurück in die Schweiz zum Grasshopper Club Zürich, den er nach weniger als einem Jahr wieder verließ. Später gewann er in Japan mit Vissel Kobe den Kaiserpokal und arbeitete in Belgien bei Sint-Truiden und Genk.

Als Spieler hatte Fink bei Bayern München vier Meisterschaften, drei DFB-Pokale und die Champions League gewonnen. Sein aktuelles Engagement in der Türkei endet nach nicht einmal neun Monaten. Für den FC Basel, der selbst in einer schwierigen Phase steckt, ist die Entlassung eines ehemaligen Erfolgstrainers eine weitere Fußnote in einer bewegten Saison. Der Verein liegt derzeit mit 13 Punkten auf Rang sieben der Super League und hat aus den letzten fünf Spielen nur einen Sieg geholt. Die nächste Chance auf eine Trendwende bietet das Heimspiel gegen den Tabellenelften Grasshoppers am 24. Oktober, wie der Spielplan zeigt. Die aktuelle Tabelle verdeutlicht den Aufholbedarf.

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