Slavisa Jokanovic sieht beim FC Basel vor dem Topspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FC Lugano eine besondere Gefahr in einem ehemaligen Spieler. Der Trainer warnt vor der Extra-Motivation von Albian Ajeti, der den Baslern vor rund zwei Monaten den Rücken kehrte und seither für Lugano sechs Tore erzielt hat. Das Duell in der AIL Arena findet am Sonntag um 16.30 Uhr statt. Die Mannschaft tritt aus einer schwierigen Phase an, mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen aus den letzten fünf Ligaspielen.
Der serbische Coach ist sich der emotionalen Komponente bewusst. „Dem Ex-Club eins auswischen zu wollen, ist völlig normal“, sagte Jokanovic. „Ich bin mir sicher, er wird extra motiviert sein.“ Ajeti, 29, traf in der gesamten vergangenen Saison für Basel nur fünf Mal. Seine aktuelle Ausbeute für Lugano übertrifft diese Marke bereits.
Die Ausgangslage für den FC Basel ist herausfordernd. Das Team von Jokanovic ist in der Super League seit seinem Amtsantritt sieblos und belegt nach zwölf Spieltagen mit 14 Punkten den siebten Rang. Die Bilanz dieser Saison zeigt vier Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen bei 18 eigenen und 22 kassierten Toren. In der direkten Konfrontation mit Lugano gab es erst vor wenigen Tagen eine 1:2-Niederlage, bei der Philip Otele den Ehrentreffer für Basel erzielte. Damit liegt Basel in der Tabelle bereits 20 Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück.
Personell muss der FC Basel auf den verletzten Aaron Malouda und den gesperrten Kazeem Olaigbe verzichten. Eine positive Nachricht ist die Rückkehr von Asane Sow ins Mannschaftstraining, der für das Spiel am Sonntag voraussichtlich wieder im Kader stehen wird. Die jüngste Bilanz der Basler ist durchwachsen: Aus den letzten zwei Ligaspielen gegen Vaduz und GC gab es nur einen Punkt, dazwischen gelang ein 3:0-Erfolg im Cup gegen Nyon. Die letzten Ergebnisse zeigen zwei Niederlagen in Folge, nachdem man zuvor gegen Grasshoppers zweimal remis spielte und gegen Stade Nyonnais gewann.
Die nächste Aufgabe nach dem Spitzenspiel wartet bereits am Sonntag, 8. November, mit einem Auswärtsspiel beim FC Thun, der aktuell auf dem neunten Tabellenplatz steht. Die Mannschaft wird versuchen, die positive Erinnerung an den 4:2-Heimsieg gegen Thun vom August zu wecken. Unterdessen führt Žan Celar mit sechs Treffern die interne Torschützenliste des FC Basel an.
