Der FC Basel steckt in der schlimmsten Heimkrise seit 30 Jahren. Der Rekordmeister hat in der laufenden Super-League-Saison nur eines seiner fünf Spiele im St. Jakob-Park gewonnen und dabei vier Niederlagen in Folge kassiert.

Diese Negativserie stellt einen historischen Tiefpunkt seit Gründung der Super League im Jahr 2003 dar. Das Joggeli galt über zwei Jahrzehnte als uneinnehmbare Festung, doch dieser Nimbus ist gebrochen. Aktuell belegt der FC Basel mit 13 Punkten aus zehn Spielen den siebten Platz in der Tabelle und liegt 15 Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Lugano zurück. Die Bilanz von vier Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen spiegelt die instabile Form wider.

Historischer Vergleich

Eine derartige Negativserie im St. Jakob-Park gab es gemäss Recherchen in den vergangenen 30 Jahren noch nie, wie die Basler Zeitung feststellte. Die aktuelle Bilanz von einem Sieg, null Unentschieden und vier Niederlagen in den eigenen vier Wänden übertrifft alle negativen Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte. Die Mannschaft hat in den zehn Ligaspielen insgesamt 17 Tore erzielt, aber auch 20 kassiert, was eine negative Tordifferenz von minus drei bedeutet.

Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen die wechselhafte Form. Nach einer 1:3-Heimpleite gegen den FC St. Gallen am 20. September folgte ein 4:2-Auswärtssieg in Luzern am 13. September. Dann kamen die spektakuläre 3:7-Niederlage in Winterthur am 3. Oktober, eine 0:3-Pleite in Vaduz am 11. Oktober und zuletzt ein 3:0-Erfolg beim Aufsteiger Stade Nyonnais am 16. Oktober. Das ergibt eine Formkurve der letzten fünf Spiele von zwei Siegen und drei Niederlagen.

Druck vor dem nächsten Heimspiel

Die unmittelbare Chance, die Serie zu beenden, bietet sich bereits am Sonntag. Dann empfängt der FC Basel im Joggeli den Tabellenelften Grasshopper Club Zürich am 25. Oktober. Ein weiterer Fehlstart würde die Krise weiter verschärfen und die Diskussionen um die sportliche Zukunft anheizen. Die folgenden Heimspiele gegen den FC Luzern, Servette FC und den FC Zürich bis Mitte Dezember werden zu weiteren Gradmessern.

Toptorschütze dieser Saison ist bisher Žan Celar mit sechs Treffern in zehn Einsätzen. Er war auch beim letzten Sieg in Nyon am 16. Oktober erfolgreich und traf in der 16. Minute. Die weiteren Tore erzielten Metinho (5.) und Ayman Malouda (86.). Diese Auswärtsstärke steht in krassem Gegensatz zur Heimmisere.

Die Mannschaft muss nun beweisen, dass der Sieg in Nyon ein Wendepunkt war und nicht nur eine Ausnahme. Das nächste Heimspiel gegen Grasshoppers am 25. Oktober ist damit von grosser Bedeutung für die gesamte weitere Saisonplanung. Die jüngste Form mit zwei Siegen und drei Niederlagen in den letzten fünf Partien zeigt, dass die Leistungen dringend konstanter werden müssen.

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