Mirko Salvi drängt sich beim FC Basel als Torhüter in den Vordergrund. Der 32-Jährige nutzt die Verletzungspause von Stammkeeper Jonas Omlin und hat alle drei seiner Super-League-Einsätze gewonnen, wie kicker.de diese Woche berichtete.
Jonas Omlin kehrte im Sommer als klare erste Wahl ins Tor des FC Basel zurück. Doch muskuläre Probleme im Oberschenkel bremsen den 32-Jährigen bereits nach wenigen Wochen aus. Er bestritt bislang nur die 0:1-Niederlage gegen Lausanne-Sport. In dieser Partie kassierte Omlin das entscheidende Gegentor mit dem einzigen Torschuss des Gegners in der Nachspielzeit. Sein Körper bleibt ein großes Fragezeichen. Allein in den drei Spielzeiten von 2023/24 bis 2025/26 verzeichnet Transfermarkt mehr als 300 Ausfalltage für Omlin aufgrund von Verletzungen und Krankheit.
Wie hat Mirko Salvi performt?
Mirko Salvi hat seine Chance bislang nahezu optimal genutzt. In den Spielen gegen Servette, Thun und den FC Zürich verließ der FC Basel den Platz dreimal als Sieger. Salvi kassierte in diesen drei Partien lediglich drei Gegentore und spielte beim 1:0 in Genf zu null. Das ist ein deutlicher Kontrast zur vergangenen Saison. Damals kam er in fünf Ligaspielen zum Einsatz, kassierte 14 Gegentore und blieb kein einziges Mal ohne Gegentreffer. Besonders im Derby gegen den FCZ machte Salvi mit mehreren starken Paraden Werbung in eigener Sache und hielt den 2:1-Erfolg fest. „Ich war einfach gut im Spiel und bin sehr zufrieden, dass ich dem Team heute helfen konnte“, sagte Salvi gegenüber 20 Minuten.
Wer wird die Nummer 1 beim FCB?
Die spannende Frage ist nun, wie Trainer Stephan Lichtsteiner entscheidet, wenn Jonas Omlin wieder fit ist. Als Neuzugang und designierte Nummer 1 besitzt Omlin grundsätzlich einen Vorsprung. Salvi machte jedoch keinen Hehl aus seinem Willen zu spielen. „Ehrlich gesagt, bin ich lieber auf dem Platz als auf der Bank“, so der Torwart. Gleichzeitig schätzt er seinen Konkurrenten: „Jonas ist auch ein sehr guter Torwart. Ich schätze ihn sehr.“ Setzt Salvi seine aktuelle Form fort, wird die Entscheidung für Lichtsteiner nicht einfacher. Der FC Basel steht aktuell in der Super League gut da. Die Mannschaft hat in den ersten Spielen Punkte gesammelt und zeigt eine solide Defensive, was sich auch in der Standings widerspiegelt.
Welche Rolle spielt die Verletzungsanfälligkeit?
Die wiederkehrenden Verletzungen von Jonas Omlin sind ein ernstzunehmender Faktor. Schon während seiner Zeit in Deutschland bei Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen wurde der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter mehrfach zurückgeworfen. Eine schwere Schulterverletzung setzte ihn in der Saison 2023/24 für 153 Tage außer Gefecht. Seine Qualität steht außer Frage. Für Gladbach absolvierte er 36 Pflichtspiele und wurde zwischenzeitlich sogar zum Mannschaftskapitän ernannt. Die aktuelle Situation unterstreicht die Wichtigkeit einer zuverlässigen zweiten Option. Die Verletzungssituation des gesamten Kaders kann stets auf unserer injuries Seite verfolgt werden.
Wie geht es für den FC Basel weiter?
Die nächste Aufgabe für den FC Basel ist das Heimspiel am kommenden Wochenende. Für Stephan Lichtsteiner ist die Torhüterfrage eine der wichtigsten Entscheidungen vor dieser Partie. Die Leistungen von Mirko Salvi haben eine echte Diskussion eröffnet. Unabhängig von der persönlichen Entscheidung profitiert der Verein von zwei hochkarätigen Torhütern. Der komplette Spielplan der Rotblauen ist auf unserer fixtures Seite einsehbar. Salvis Vertrag beim FC Basel läuft noch bis zum Sommer 2027.
