FC Basel hat unter seinem neuen Trainer Slavisa Jokanovic die erste Partie mit einem 0:0 gegen den Grasshopper Club Zürich bestritten und damit eine Serie von vier Niederlagen in den letzten fünf Heimspielen beendet. Die Mannschaft verharrt damit auf dem siebten Tabellenplatz der Super League mit 14 Punkten aus elf Spielen, 17 Zähler hinter dem Spitzenreiter FC Lugano.

Jokanovic sah nach dem Abpfiff im St. Jakob-Park zwar Fortschritte, zeigte sich aber unzufrieden mit dem Ergebnis. „Wir machen positive Schritte, aber das reicht nicht“, sagte der 58-Jährige. „Wir müssen härter arbeiten und unseren Weg zurück zum Erfolg finden.“ Er kritisierte die mangelnde Effizienz im Abschluss: „Wir brauchen mehr Qualität in den letzten 30 Metern, aber GC hat gut verteidigt.“

Defensive Schwächen und fehlende Chancen

Trotz 75 Prozent Ballbesitz im letzten Viertel der Begegnung gelang es dem FCB nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Jonas Harder traf in der 82. Minute nur die Latte. Bereits in der ersten Halbzeit hatte eine Flanke von Xherdan Shaqiri Becir Omeragic zu einem Schuss auf die Querlatte verholfen. Omeragic dirigierte das Spiel in der Mitte und gewann viele Bälle, doch die Offensive blieb insgesamt harmlos.

Auf der linken Abwehrseite offenbarten sich weiterhin Probleme. Moussa Cissé gilt nicht als adäquater Ersatz für den abgewanderten Dominik Schmid, und Clément Michelin konnte bisher nicht überzeugen, dass er das Niveau der Super League hält. Ein Ballverlust von Flavius Daniliuc im Aufbau in der 12. Minute hätte fast zum Gegentor geführt, wurde aber von Torhüter Jonas Omlin pariert.

Unruhe im Umfeld des Klubs

Die sportliche Talfahrt spiegelt sich in einer angespannten Stimmung wider. Bei der Partie wurde ein Banner von Unzufriedenen entrollt, das Präsident David Degen indirekt kritisierte. Zudem wurde der neue Managing Director und Kommunikationschef Andreas Böni, der sein Amt am 1. April antritt, von den Fans mit Pfiffen bedacht. Eine Studie des CIES Football Observatory bescheinigt dem Kader zwar einen Marktwertzuwachs von 150 Millionen Euro und einen 50. Platz weltweit, auf dem Platz fehlt es jedoch an Konsistenz.

Die aktuelle Tabelle zeigt Basel mit einer Torbilanz von 17:20 auf Rang sieben. Die jüngste Formkurve der letzten fünf Spiele (DDDWL) deutet auf eine gewisse Stabilisierung hin, doch der nächste Prüfstein wartet bereits. Am kommenden Sonntag, dem 31. Oktober, geht es zum Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer FC Lugano. Ein Blick auf den Spielplan offenbart, dass dies die erste von mehreren schwierigen Aufgaben in den kommenden Wochen sein wird. Topscorer Žan Celar, der bisher sechs Tore erzielt hat, wird in Lugano wieder gefordert sein.

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FC Basel: letzte 8 Ligaspiele, ältestes zuerst (2 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen)
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Nur FC Basel: Gesamtpunkte nach jedem der 11 Ligaspiele dieser Saison (14 Punkte). Gestrichelte Linie: das maximal Mögliche.